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Der Cirrusnebel - Reste einer Supernova im Sternbild Schwan

Wie die weg fliegenden Fetzen eines platzenden Luftballons zeigt sich der Cirrusnebel
im Sternbild Schwan, das im Sommer hoch am Himmel steht. Das eindrucksvolle Ende eines Sternes,
nachdem dieser in einer Supernova explodiert ist.

Aufnahmedaten: Canon EOS 5D Mark 4 • Tamron 200mm@f/4.0 • 120 min Belichtungszeit (40x60s)
Bildbearbeitung unter Linux: Siril + StarTools + Darktable
Die Kamera war nicht astromodifiziert, fotografiert wurde im Spektrum des sichtbaren Lichts.

Das große und prächtige Sternbild Schwan steht im Sommer sehr hoch am Himmel,
mitten im schimmernden Band der Milchstraße. Seine Weit ausgebreiteten Schwingen
tragen den Schwan durch die lauen Nächte, begleitet von unüberschaubar dichten
Sternansammlungen, dunklen galaktischen Staubbändern und prächtigen Gasnebeln.

Im April dieses Jahres konnte ich bereits die Nordamerika- und Pelikan-Nebel fotografieren,
die zu dieser Zeit schon reichlich hoch am dunklen Frühlingshimmel standen. Schon damals
war ich gespannt, ob ich in diesem Sommer auch den großen, aber lichtschwachen Cirrusnebel
fotografieren könnte. Am 27. Juli 2020 war es so weit: Nach wochenlang ungünstigem Wetter
gab es eine wolkenlose Nacht und die östliche Schwinge des Schwans, in der sich
der Cirrusnebel befindet, stand etwa 70° hoch am Himmel. Genau zwei Stunden lang verfolgte
und fotografierte ich die Region, in der sich der Cirrusnebel befindet. Zu sehen
war er nicht. Erst durch die lange Belichtungszeit erschien er auf dem Foto ...

Aufnahmedaten: Canon EOS 5D Mark 4 • Tamron 200mm@f/4.0 • 120 min Belichtungszeit (40x60s)
Bildbearbeitung unter Linux: Siril + StarTools + Darktable
Die Kamera war nicht astromodifiziert, fotografiert wurde im Spektrum des sichtbaren Lichts.

Der Cirrusbogen, zu dem die auf meinem Bild sichtbaren Gasnebel gehören, ist rund
1500 Lichtjahre von der Erde entfernt. Das bedeutet, dass sein Licht - also die Photonen,
die auf den Sensor meiner Kamera fielen - 1500 Jahre lang mit Lichtgeschwindigkeit zu uns
unterwegs war. Wir sehen diese Gasnebel heute also so, wie sie vor 1500 Jahren ausgesehen haben.

Die verschiedenen leuchtenden Gaswolken sind das Überbleibsel einer Supernova: Ein Stern
mit rund 20-facher Sonnenmasse explodierte am Ende seiner Existenz wie ein platzender Luftballon.
Dabei wurden gigantische Mengen heißer Materie ins All geschleudert. Die sich ausdehnende
Schockwelle der Explosion traf auf kaltes interstellares Gas und brachte es zum Leuchten.
Der vor ca. 8000 Jahren kollabierte und dann explodierte Stern müsste genau im Mittelpunkt
aller Nebelfetzen zu finden sein - doch sein Licht ist erloschen.


Tipp: Nordamerika- und Pelikan-Nebel im Sternbild Schwan.

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graukeil

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