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Klicken: Die übergeordnete Ebene aufrufen Mondphasen - Die Schönheit liegt im Detail

Der Vollmond übt eine besondere Faszination auf uns Menschen aus.
Ganz gleich, ob er rotgold an einem Sommerabend über weiter Landschaft
aufgeht oder in einer dunklen Winternacht zwischen den Gipfeln
der Alpen erscheint - er fasziniert uns!

Für wundervolle Landschaftsaufnahmen in der Dämmerung oder nachts
von einem Berg aus über die beleuchteten Ortschaften in den Tälern
ist der Vollmond als Highlight und Schmuckstück sehr willkommen.

Seine Krater, Gebirge, weiten Ebenen, Rillen und Maria sehen
bei Vollmond allerdings nicht beeindruckend aus: Es fehlt das Licht
von der Seite! Es fehlen die Schatten, die einer Landschaft erst
Tiefe und Weite geben, denn bei Vollmond wird seine Oberfläche
direkt senkrecht von der Sonne beleuchtet, sodass keine Schatten
zu erkennen sind.

Ich liebe es deshalb, den Mond zu beobachten und zu fotografieren,
wenn das Sonnenlicht mehr und mehr von der Seite auf ihn trifft,
so, wie es in dem Zeitraum von gut 10 Tagen vor und nach Neumond
zu sehen ist ...

Klicken: Zum Seitenanfang Zunehmender Mond (71.7% beleuchtet) - am 25. Oktober 2020 gegen 19:45 Uhr


Aufnahmedaten: Canon EOS 7D • F=672mm (300mm + TC 1,4x + APSC-Crop 1,6x) @ f/5.0 • 44x1/320s + ISO 200
Die Kamera war nicht astromodifiziert, fotografiert wurde im Spektrum des sichtbaren Lichts.
Bildbearbeitung unter Linux: PIPP + Fitswork + Darktable


Aufnahmedaten: Engerer Ausschnitt aus dem vorigen Bild


Klicken: Zum Seitenanfang Zunehmender Mond (40,9% beleuchtet) - am 22. Oktober 2020 gegen 18:30 Uhr

Obwohl dieses Bild besonders scharf und detailreich geworden ist,
war es doch ein Glücksfall, ein himmlisches Geschenk, dass ich
überhaupt fotografieren konnte. Es gab nämlich den ganzen Tag über
mittelhohe, ausgedehnte Wolkenfelder. Erst als sich kurz nach dem
Meridian-Durchgang des Mondes ein Wolkenloch öffnete, hatte ich
wenige Minuten Zeit zum Fotografieren ...

Aufnahmedaten: Canon EOS 7D • F=672mm (300mm + TC 1,4x + APSC-Crop 1,6x) @ f/5.0 • 44x1/320s + ISO 200
Die Kamera war nicht astromodifiziert, fotografiert wurde im Spektrum des sichtbaren Lichts.
Bildbearbeitung unter Linux: PIPP + Fitswork + Darktable


Ich verwendete die Kamera-Einstellungen des Vortages, sodass ich
nur noch fokussieren musste. Dann fotografierte ich gut aufgestützt
zwei längere Serien mit insgesamt 44 Bildern. Danach machte ich
noch 20 Darkframes, was nochmal 10 Sekunden dauerte - das war's!

Wegen der schönen Details entlang des Terminators hier noch
ein Bildausschnitt in 100% der Aufnahmegröße ...

Aufnahmedaten: Engerer Ausschnitt aus dem vorigen Bild


Entlang des Terminators findet gerade an vielen Gebirgen
und Gipfeln der Sonnenaufgang statt. Im oberen Drittel
liegt der große Krater Aristoteles genau zur Hälfte auf
beiden Seiten des Termiantors. Während die Gebirgszüge seiner
Ostseite (links) schon den Sonnenaufgang erlebt haben, liegen
die umgebenden Ebenen noch im Schatten. Ebenso der Kraterboden.

Die feine Zeichung der vielen kleinen Krater im unteren Teil,
sowie die Rillen und Strukturen im oberen und rechten Teil
gefallen mir wirklich sehr gut. Ich vermute, dass mit meiner
aktuell verwendeten Kamera-Ausrüstung physikalisch die Grenze
der optischen Auflösung erreicht ist.

Für mich ist dieses Bild ein Geschenk!
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Klicken: Zum Seitenanfang Zunehmender Mond (29,8% beleuchtet) - am 21. Oktober 2020 gegen 17:30 Uhr

Feinheiten am Terminator bei zunehmendem Mond

Auf der Westseite des Mondes, also in Richtung seines Untergangs,
sind vor allem einige Tage vor Halbmond besonders viele Details
in der Nähe des Terminators (Licht-Schatten-Grenze) zu sehen.

Bereits mit bloßen Augen kann man das sehr gut zu erkennen. Es lohnt
sich deshalb um diese Zeit, ein Fernglas zur Hand zu nehmen, oder
durch ein hoch vergrößerndes Teleskop die Gebirge und Krater des Mondes
zu erkunden ...

Aufnahmedaten: Canon EOS 7D • F=672mm (300mm + TC 1,4x + APSC-Crop 1,6x) @ f/5.0 • 60x1/320s + ISO 200
Die Kamera war nicht astromodifiziert, fotografiert wurde im Spektrum des sichtbaren Lichts.
Bildbearbeitung unter Linux: PIPP + Fitswork + Darktable


Weil der Mond nun bereits ein gutes Stück von der Sonne entfernt ist,
kann er auch leicht am Abendhimmel gesehen und fotografiert werden.
Der Mond ist sehr hell - das erlaubt kurze Verschlusszeiten, sodass
man auch ohne Stativ scharfe Bilder erhalten kann. Trotzdem ist es
sehr empfehlenswert, ein Stativ zu benutzen, oder sie zitterfrei
auf eine geeignete Fläche zu legen (Fensterbrett, Balkongeländer,
Zaun, Autodach, ...) oder sie, fest gehalten, an eine Hauswand,
einen Fensterrahmen, ein Klettergerüst, einen Pfosten usw.
anzulehnen.

Diese Mondphase habe ich am frühen Abend am noch hellen Himmel
fotografiert. Da ich das gesamte Projekt "Mondphasen" gerne
homogen präsentieren möchte, habe ich hier den Himmel geschwärzt,
um eine konsistent ästhetische Darstellung zu erhalten.

Klicken: Zum Seitenanfang Abnehmender Mond (10,2% beleuchtet) - am 14. Oktober 2020 um 6:00 Uhr

Leider war der Himmel 11., 12. und 13. Oktober 2020 vollständig bedeckt.
Es war sehr ungewiss, ob es am Morgen des 14. Oktober etwas werden könnte,
denn ein mächtiges Tief über Osteuropa rotierte langsam zu uns heran.


Um 5 Uhr war der Himmel zu meiner Überraschung und Freude dunkel
und klar, also "Bettedecke ade!" Spätestens um 6 Uhr sollte ich
am Beobachtungsort mit dem Fotografieren beginnen!

Und es gelang ...

Aufnahmedaten: Canon EOS 7D • F=672mm (300mm + TC 1,4x + APSC-Crop 1,6x) @ f/5.0 • 100x1/250s + ISO 200
Die Kamera war nicht astromodifiziert, fotografiert wurde im Spektrum des sichtbaren Lichts.
Bildbearbeitung unter Linux: PIPP + Fitswork + Darktable

Die wunderschöne, schlanke Mondsichel stand zwischen zwei Bergen,
rechts daneben Venus als "Morgenstern".

An er schönen Sichelgestalt des Mondes wird sofort deutlich,
wo sich die Sonne befinden muss: Steil unterhalb! Schließlich
leuchtet der Mond nicht von alleine, sondern er wird, wie auch
alle Planeten, von der Sonne angestrahlt. Deren Oberfläche
reflektiert lediglich das starke Sonnenlicht - genau wie beim Mond.

Nur Schweigen erklärt Wunder.

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Klicken: Zum Seitenanfang Abnehmender Mond (48,6% beleuchtet) - am 10. Oktober 2020 gegen 7:00 Uhr

Der im vorigen Bild nur schwach zu sehende Krater "Erathostenes"
liegt jetzt direkt neben dem Terminator. Er markiert den Anfang
der im vorigen Bild prominent zu sehenden langen Gebirgskette. Diese wird
Montes Appeninus - in Anlehnung an das sehr lange Gebirge, das den
gesamten "Stiefel" Italiens durchzieht: der Appenin. Anders als das
nahmengebende irdische Gebirge, erreichen die Montes Appeninus des Mondes
die stolze Höhe von 5000 Metern.

Aufnahmedaten: Canon EOS 7D • F=672mm (300mm + TC 1,4x + APSC-Crop 1,6x) @ f/5.0 • 30x1/500s + ISO 200
Die Kamera war nicht astromodifiziert, fotografiert wurde im Spektrum des sichtbaren Lichts.
Bildbearbeitung unter Linux: PIPP + ASTAP + Fitswork + Darktable


Die höchsten Gipfel ragen gerade noch aus dem Schatten heraus, der die
weite Landschaft ringsum bereits erobert hat. So sehen also Fünftausender
auf dem Mond bei Sonnenuntergang aus!

Klicken: Zum Seitenanfang Abnehmender Mond (58,6% beleuchtet) - am 9. Oktober 2020 gegen 7:00 Uhr

Ich liebe es, die feinen Details am Terminator (Licht-Schatten-Grenze)
des Mondes zu beobachten. Bei abnehmendem Mond, wenn also die hell
beleuchtete Seite des Mondes immer schmaler wird, kann man sogar
Sonnenuntergänge an den Bergen und Kratern entlang des Terminators
beobachten: Schatten klettern an den Mondgebirgen empor ... und die
Kraterböden versinken in Dunkelheit ...

Aufnahmedaten: Canon EOS 7D • F=672mm (300mm + TC 1,4x + APSC-Crop 1,6x) @ f/5.0 • 10x1/500s + ISO 200
Die Kamera war nicht astromodifiziert, fotografiert wurde im Spektrum des sichtbaren Lichts.
Bildbearbeitung unter Linux: PIPP + ASTAP + Fitswork + Darktable

Rechts des Terminators (Licht-Schatten-Grenze) sieht man
oberhalb der Bildmitte eine lange Gebirgskette in die bereits
schattige rechte Seite des Mondes hinein ragen.

Dort findet gerade gerade Sonnenuntergang auf dem Mond statt!

Das folgende Bild fotografierte ich am nächsten Morgen. Dort
ragen an der selben Stelle nur doch die höchsten Gipfel
der Gebirgskette aus der jetzt dunklen Umgebung heraus ...
 
graukeil

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