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Klicken: Die übergeordnete Ebene aufrufen Der Rosenherz Nebel (Rosette Nebel) - eine Rose in unserer Galaxie

Der "Rosenherz Nebel" - Rosette Nebel (NGC2238)

Im Sternbild "Einhorn", gleich links (östlich) vom bekannten "Orion"
und ungefähr auf Höhe von dessen linker "Schulter", befindet sich
dieser traumhaft schöne Gasnebel. Für meine Augen sieht er aus wie eine
prächtige Blumenblüte - womöglich eine Rose, schon allein der Farbe wegen.

Links vorne die beiden Gasbögen in Herzform haben mich dazu veranlasst,
diese Schönheit "Rosenherz Nebel" zu nennen: Die Rose und ihr
glühendes Herz ...

Tipp: "Rosette Nebel" oder "Rosettennebel? - Exkurs zur Namensgebung

Klicken: Zum Seitenanfang Rosette Nebel - mein Bild vom 02. März 2021

Aufnahmedaten: Canon EOS 5D Mark 4 • Canon 300mm + TC 1.4x = 420mm@f/4.0 • Zeit: 80 min (120x40s)
Besonderheit: Provisorischer Einsatz eines UHC Filters (2") direkt im Strahlengang des Teleobjektivs.
Bildbearbeitung unter Linux: ASTAP + StarTools + Darktable
Die Kamera war nicht astromodifiziert, fotografiert wurde im Spektrum des sichtbaren Lichts.

Der Rosette Nebel (NGC2238) ist ein diffuser Emissionsnebel mit einem
"offenen Sternhaufen" (aufgelockerte Sterngruppe) im Sternbild Einhorn,
lat. "Monoceros". Für das menschliche Auge ist er unsichtbar, weil er
ziemlich ausgedehnt ist und zugleich nur ganz schwach leuchtet. Bestenfalls
erahnt man - bei sehr dunklem Himmel! - im Fernglas ein schwaches Glimmen
um die wenigen hellen Sterne des Nebelzentrums herum.

Seine Farben kann man trotzdem nicht einmal im Fernglas oder Teleskop sehen.
Nur mit den Mitteln der Fotografie wird man sie "ans Licht" zu bringen.
Um den Rosette Nebel vor der dunklen Tiefe des Weltalls festzuhalten,
sind allerdings wirklich lange Belichtungszeiten nötig.

Unter meinen Bildern sind die Aufnahmedaten notiert. Die dort notierten
Belichtungszeiten verdeutlichen, dass der schöne Rosette Nebel erst nach
mindestens 1 Stunde allmählich Konturen zeigt.

Klicken: Zum Seitenanfang Rosette Nebel - mein Bild vom 18. März 2020

Aufnahmedaten: Canon EOS 5D Mark 4 • Canon 300mm + TC 1.4x = 420mm@f/4.0 • Zeit: 75 min (150x30s)
Bildbearbeitung unter Linux: Siril + StarTools
Die Kamera war nicht astromodifiziert, fotografiert wurde im Spektrum des sichtbaren Lichts.

Meine Kamera (Canon EOS 5D4) kann zwar sehr gut mit schwachem Licht
und Dunkelheit umgehen, dafür ist sie bekannt. Sie ist aber ziemlich "blind"
für das tiefe, langwellige Infrarot solcher Gasnebel, das man dazu
beim Fotografieren einfangen müsste. Das gelingt leicht mit einer Kamera,
bei der der werkseitig vor dem Sensor angebrachte "Infrarot-Sperrfilter"
entfernt wird. Es gibt einige Dienstleiser im Deutschen Sprachraum, die
eine entsprechende Sensor-Umrüstung anbieten.

Meine Kameras sind nicht astro-modifiziert. Ich fotografiere
im Spektrum des sichtbaren Lichts.

Klicken: Zum Seitenanfang Rosette Nebel - mein erster Versuch vom 23. Januar 2020

Mein allererster Versuch, den Rosette Nebel zu fotografieren,
direkt in den ersten Wochen, nachdem ich mit der Astrofotografie
begonnen habe. Hier drängen sich die unzähligen Sterne dieser
Milchstraßen-Region in den Vordergrund, die ja alle im Spektrum
des uns vertrauten "sichtbaren Lichts" leuchten und deshalb ziemlich
problemlos mit jeder gängigen Kamera fotografiert werden können.

Der Rosette Nebel "versinkt" im Sternenmeer und wirkt weniger eindrucksvoll,
weil seine schönen und farbenprächtigen Gaswolken durch den serienmäßig
am Kamera-Sensor angebrachten IR-Sperrfilter kaum "gesehen" werden können.

Mir war zu diesem frühen Zeitpunkt noch nicht klar, dass ich vor allem
wesentlich länger belichten - also: Licht sammeln! - müsste, bevor
mehr Details des großen Nebels sichtbar werden würden.

Aufnahmedaten: Canon EOS 5D Mark 4 • Canon EF 75-300mm F=300mm@f/5.6 • Zeit: 14 min (21x40s)
Bildbearbeitung unter Linux: Sequator + Darktable
Die Kamera war nicht astromodifiziert, fotografiert wurde im Spektrum des sichtbaren Lichts.

Die schiere Menge der Sterne unserer Milchstraße drängt sich aufgrund
der langen Belichtungszeit in den Vordergrund. Mit meinem damaligen
Kenntnisstand hatte ich überhaupt keine Idee, wie man die Sterne
ein wenig "zurück drängen" und den Nebel prominenter erscheinen
lassen könnte. Erst durch meine allmählich fort schreitendenden
Erfahrungen mit der speziellen astrofotografischen Bildbearbeitung
ist es mir Anfang 2021 beim 3. Versuch an diesem Himmelsobjekt
gelungen, eine Bildwirkung zu erzielen, die meinen ästhetischen
Vorstellungen entspricht.

Bei einer astro-modifizierten Kamera kommt wesentlich mehr
des für Gasnebel typischen roten Lichtes auf dem Sensor an.
Serienmäßig eingebaute Kamera-Sensoren haben starke IR-Filter,
die das rote Licht solcher Gasnebel erst nach sehr langen Belichtungen
sichtbar werden lassen. Deshalb erscheinen hier sogar die schwächsten
Sterne sehr hell im Vordergrund, während die Farbfülle und Ausdehnung
des Nebels nur ansatzweise zu sehen ist.

Ich liebe den Himmel - und der Himmel liebt mich!

< = >

Siehe auch: ⇾ Gasnebel im Sternbild Orion

Klicken: Zum Seitenanfang Exkurs zur Namensgebung: "Rosette Nebel" oder "Rosetten Nebel?"

Im Deutschen ist leider der Name "Rosettennebel" gebräuchlich.
Englisch und international überwiegt "Rosetta Nebula". Ursprünglich kommt
der Name aus dem Französichen: "La rose" ist eine Rose und "La Rosette"
ist "eine kleine Rose", ein "Röslein" oder "Rös-chen".

Bei sinngemäßer und wörtlicher Übersetzung ins Deutsche, kann der Name
des Nebels ("La Rosette") also nur mit "Rosette Nebel", "Röschen Nebel",
"Kleine Rose Nebel" (o.ä.) wieder gegeben werden.

Die gebräuchliche Übersetzung "Rosettennebel" bedeutet etwas anderes:

1. Der Nebel gehört Rosette ... aber: Wer ist diese Dame? Kennt sie jemand?
2. Der Nebel entstammt mehreren Rosetten ... aber: Es gibt ja nur eine!
3. Lyrisch veranlagte Proktologen könnten hinter der Bezeichnung "Rosettennebel"
einen stinknormalen Pups (sic!) vermuten.

Offensichtlich entspringt kein Nebel aus der "Rosette", sondern
"Rosette" ist einfach nur der Name dieses Nebels. Es existiert
auch nur eine Rosette und nicht mehrere - Plural passt nicht.

Es geht exakt um eine(!) kleine(!) Rose, ein Röslein: "Rosette".

Anregung zum Nachdenken:

Der "Eiffelturm" (frz. "Tour Eiffel") heißt nicht "Eiffel(s)turm", also
"der Turm, der M. Eiffel gehört". Dann hieße er nämlich "Tour d'Eiffel".
Nein, er heißt: "Tour Eiffel" - also: "Turm mit dem Namen Eiffel".

Der "Watzmanngipfel" heißt nicht "Watzmann(s)gipfel", der "Kamelhöcker"
ist kein "Kamel(s)höcker", die "Osterinsel" keine "Oster(n)insel"

Daher ist auch "Rosettennebel" falsch. Es handelt sich weder um einen Nebel,
der "Rosette" gehört (Besitz anzeigend), noch ist von mehreren "Rosetten"
die Rede (Plural).

Ich bleibe also bei "Rosenherz Nebel". Diese Namenswahl macht
vermutlich intuitiv klar, was ich aufwändig zu erläutern versucht
habe: Es geht um den Eigennamen eines Gasnebels.

Davon abgesehen, zeigt dieser schöne Gasnebel eine wundervolle Blüte
und ein gesundes, kräftiges Herz: Schönheit, Liebe und Kraft!

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graukeil

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