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Klicken: Die übergeordnete Ebene aufrufen Kupfermond

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Schattenspiele
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Bei einer totalen Mondfinsternis befindet sich die Erde zwischen Sonne und Mond.
Da der Mond nicht aus eigener Kraft leuchtet, sondern nur das pralle Licht der
Sonne reflektiert, wird er auf diese Weise verdunkelt, denn er durchwandert den
Schatten der Erde.

Sobald die Scheibe des Mondes vollständig in den Kernschatten der Erde gewandert
ist, geschieht etwas unerwartetes: Der Mond wird nicht etwa unsichtbar, sondern
er beginnt schwach orangerot bis kupferrot zu leuchten! Aufgrund dieser Färbung
nennt man dieses Phänomen auch "Kupfermond":
bild

Wenn man den Kupfermond beobachtet ist man unweigerlich fasziniert von
seiner Schönheit. Bald aber fragt man sich, woher diese eigenartige
rötliche Färbung kommt?


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Weltweiter Sonnenuntergang
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Wenn die Sonne am irdischen Horizont versinkt, leuchtet der Himmel an
schönen Tagen rot. Weil die Erdatmosphäre aufgrund ihrer Zusammensetzung
und insbesondere aufgrund der Luftverschmutzung wie ein Filter wirkt,
erreichen einen Beobachter des Sonnenuntergangs nur noch die langwelligen
Rotlichtanteile - der Himmel scheint zu glühen!

Befindet sich der Mond während einer totalen Mondfinsternis im
Kernschatten der Erde, so ist er vollständig vom direkten Sonnenlicht
abgeschirmt. Sonnenstrahlen, die am Rande der Erdkugel die Atmosphäre
durchscheinen, werden allerdings wie bei einem Sonnenuntergang gefiltert
und gestreut, sodass sie den Mond in Form eines schwachen Restlichts
erreichen. Diesen rötlichen Widerschein sehen wir während der Totalität
als Kupfermond.


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Die totale Mondfinsternis am 03.03.2007
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Die Großwetterlage über Mitteleuropa war sehr durchwachsen: In den Nordalpen
regnete es stark, es gab Sturmb¨en und die Wolken fetzten über den Himmel.
Zwischen den einzelnen Regenschauern bereitete ich die Fotoausrüstung vor.
Je näher die Zeit der totalen Verfinsterung kam, desto stärker sank die
Hoffnung auf wenigstens einige großen Wolkenlücken. Tatsächlich war die
gesamte Phase des Eintritts des Mondes in den Kernschatten ein Schauspiel
jenseits der Wolken und damit unbeobachtbar.

Erst zum Höhepunkt der Totalitätsphase rissen sekundenlang Löcher in der
Wolkendecke auf und ich beeilte mich, diese kurzen Momente fotografisch zu
nutzen. Dabei entstand auch dass oben gezeigte Bild vom Kupfermond.

Bald darauf schob sich aber eine riesige, geschlossene Wolkendecke vor
den Mond und ich tauschte meine Hoffnung auf eine Beobachtungsmöglichkeit
gegen eine knappe Stunde nervenzehrenden Wartens. Um 23:30 Uhr hatte ich
das letzte Foto gemacht und die Zeit kroch bis fast halb Eins, bevor es
endlich wieder kleine Wolkenlücken gab.
bild
Sofort begann ich wieder mit dem Fotografieren, aber die weitere Entwicklung
der Wetterlage war miserabel: Nur sekundenweise und durch schnell ziehende
Wolken konnte ich den wieder teilweise aus dem Erdschatten gewanderten
Mond sehen. Nach knapp 10 Minuten war es endgültig vorbei: Eine dunkle
Wolkenwand, aufkommender Wind und einsetzender Regen machten die Hoffnung
auf weitere Beobachtungsmomente zunichte. Nachdem ich die Ausrüstung in
Sicherheit gebracht hatte, konnte ich der massiven Anziehungskraft meines
trockenen und warmen Bettes nicht mehr widerstehen ...
bild
Frank Stefani im März 2007


 
graukeil

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