Partielle Sonnenfinsternis am 10. Juni 2021 (Beobachtung auf 47,5° nördlicher Breite)

"Neumond" im Juni - der Mond zieht genau zwischen Erde und Sonne seine Bahn. Wir können ihn nicht sehen, weil seine uns zugewandte Seite im Dunkel liegt und zugleich der gesamte Himmel von der Sonne blendend hell überstrahlt wird.

Bei einer "totalen" Sonnenfinsternis würde der Neumond, vom Beobachter aus gesehen, in voller Größe genau mittig vor der Sonne vorbei ziehen. Die Sonne wäre dabei für eine kurze Zeit vollständig vom Mond verdeckt und es gäbe eine "kleine Nacht" am Beobachtungsort.

Aufnahmedaten: Canon EOS 7D • F=420mm (300mm + TC 1,4x) @ f/6.3 • 30 x 1/1600s + ISO 100
Zubehör: Baader Astrosolar-Folie
Bildbearbeitung unter Linux: PIPP + Fitswork + Darktable
Die Kamera war nicht astromodifiziert, fotografiert wurde im Spektrum des sichtbaren Lichts.

Die hier von mir fotografierte Sonnenfinsternis war allerdings eine "partielle" (teilweise) Sonnenfinsternis. Dabei bewegt sich der Mond nicht genau über die Mitte der Sonnenscheibe hinweg, sondern höher oder tiefer - oder sogar nur ganz am Rande der Sonne entlang.

Am 10. Juni 2021 streifte der Neumond lediglich über den oberen Sonnenrand und zwar von rechts nach links. Selbst die maximal durch den Mond bedeckte Fläche der Sonnenscheibe war noch zu klein, als dass man auf der Erde ein Nachlassen des Sonnenlichts oder gar eine Verdunklung hätte bemerken können.

Die meisten Menschen haben also gar nichts von dieser teilweisen Verfinsterung mit bekommen. Das ist auch der Grund, warum solche Bedeckungen in früheren Jahrhundertden unbemerkt und damit undokumentiert blieben.

Heute können wir den genauen Ort, die Zeit, den gesamten Verlauf und die Dauer einer solchen Eklipse (lat. eclipsis: Ausbleiben, Finsternis) detailiert voraus berechnen und deshalb auch bestens vorbereitet beobachten.

Dieses Bild habe ich um 12:26h MESZ (10:26h UTC) fotografiert. Zu diesem Zeitpunkt fand das "Maximum" der Bedeckung statt. Es zeigt die größtmögliche Verdunkelung der Sonne durch den Mond, wie wir es hier in den Alpen (auf 47,5° nördlicher Breite) sehen konnten. In nördlicheren Landesteilen und natürlich besonders im "hohen Norden" konnte man eine wesentlich größer bedeckte Fläche beobachten - weil von dort aus der Mond dem Anschein nach "weiter unten" vor der Sonnenscheibe vorbei zog.

Auch wenn auf meinem Bild nur ein kleiner "Happen" von der Sonne "abgebissen" zu sein scheint, war es doch ein besonderes Erlebnis, dieses "große Kino" live und in Farbe über gut 2 Stunden mit eigenen Augen zu beobachten. Angesichts des seit Wochen anhaltenden Schauer- und Regenwetters war es für mich ein besonderes und überraschendes Geschenk, dass der Himmel hier genau zum interessantesten Zeitpunkt dieser partiellen Sonnenfinsternis wolkenlos war.

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Ich liebe den Himmel
und der Himmel liebt mich

Frank Stefani

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